Vorlesestudien

Jedes Jahr zum Bundesweiten Vorlesetag führt das Institut für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen gemeinsam mit DIE ZEIT und Deutsche Bahn Stiftung eine Studie zu wechselnden Themen rund um das Vorlesen in Deutschland durch. 

Unsere Vorlesestudien zeigen: Vorlesen hat einen sehr positiven Einfluss auf die Entwicklung von Kindern!

Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wird, 

  • verfügen über einen deutlich größeren Wortschatz als Gleichaltrige ohne Vorleseerfahrung,
  • haben im Schnitt bessere Noten und
  • später mehr Spaß am Selbstlesen und im Umgang mit Texten.

In etwa jeder dritten Familie in Deutschland bekommen Kinder von ihren Eltern zu selten oder nie vorgelesen. 
Deswegen gibt es den Bundesweiten Vorlesetag, der mit Ihrer Hilfe auf die Bedeutung des Vorlesens aufmerksam machen möchte.   

Unsere Studien, die im folgenden zum Download für Sie bereitstehen, machen deutlich:

Sie leisten mit Ihrer Vorleseaktion einen wichtigen Beitrag für die Chancengleichheit und die Ausbildungsfähigkeit unserer Kinder.

Vorlesestudie 2017: Vorlesen - aber ab wann?

Die Studie zeigt: 55 Prozent aller Eltern lesen ihren Kindern in den ersten zwölf Monaten nicht regelmäßig vor. In 28 Prozent der Familien ist das sogar innerhalb der ersten drei Jahre nicht der Fall. Das sind die zentralen Ergebnisse der Vorlesestudie 2017 von Stiftung Lesen, DIE ZEIT und Deutsche Bahn Stiftung, die erstmals repräsentative Daten zum Vorlesen im Alter von drei Monaten bis drei Jahren erhoben hat.

Die Studie zeigt aber auch, dass den befragten Eltern eine gute, vielseitige Bildung ihrer Kinder besonders wichtig ist. Diese wird am häufigsten als Erziehungsziel genannt (86 Prozent), noch vor gutem Benehmen und Umgang mit Geld (83 und 79 Prozent). Gute Lesefähigkeiten sind 71 Prozent der Eltern besonders wichtig, fast ebenso vielen wie eine gesunde Lebensweise (72 Prozent). Und: 91 Prozent der befragten Eltern schreiben dem Vorlesen einen großen bzw. sehr großen Einfluss auf die Entwicklung der Kinder zu.

Ein gutes Drittel der Eltern weiß jedoch nicht genau, wann der richtige Zeitpunkt ist, um mit dem Vorlesen anzufangen. Fast ebenso viele sehen die ausreichende Konzentrationsfähigkeit ihres Kindes als entscheidende Voraussetzung dafür an. Einem Viertel der Eltern, die ihrem Kind bereits im ersten Lebensjahr vorlesen, fällt es schwer, die richtige Buchauswahl zu treffen.  

 

Vorlesen - aber ab wann?

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Vorlesestudie 2016: Was wünschen sich Kinder?

Die Studie zeigt: 9 von 10 Kindern lieben das Vorlesen / Besonders Kinder, denen wenig vorgelesen wird, wünschen es sich öfter / Ein Drittel der Eltern liest zu selten vor

Das Ergebnis ist eindeutig: 91 Prozent der Kinder in Deutschland gefällt es gut, wenn ihnen vorgelesen wird. Auch bei Kindern aus Haushalten mit mittlerer und niedriger Bildung liegt dieser Wert bei 90 bzw. 86 Prozent (hohe Bildung: 94 Prozent). Kaum eine Abweichung gibt es bei Kindern, in deren Haushalt eine andere Sprache als Deutsch gesprochen wird (92 Prozent).
Fast jedes dritte Kind, dem vorgelesen wird, wünscht sich, dass dies öfter geschieht (30 Prozent). Bei Kindern, denen selten oder nie vorgelesen wird, ist es jedes zweite (49 Prozent).

Darüber hinaus zeigt sich, dass Kinder ganz konkrete Vorstellungen haben, welche Geschichten ihnen besonders gut gefallen. So mögen vor allem jüngere Kinder lustige Geschichten. Für Ältere sind eine spannende Handlung und interessante Charaktere wichtige Kriterien.

Was wünschen sich Kinder?

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Vorlesestudie 2015: Vorlesen - Investition in Mitgefühl und solidarisches Handeln

Regelmäßiges Vorlesen unterstützt die individuelle Entwicklung von Kindern, von schulischen Leistungen bis hin zu familiären Bindungen. Die Vorlesestudie 2015 weist nun erstmals auch die längerfristige soziale Bedeutung des Vorlesens nach. Wurde Kindern regelmäßig vorgelesen, sind diese häufiger darum bemüht, andere in die Gemeinschaft zu integrieren. Auch ist der allgemeine Gerechtigkeitssinn dieser Kinder besonders ausgeprägt, selbst jenseits ihres unmittelbaren Umfelds.

Tägliches Vorlesen unterstützt Kinder auch dann in ihrer Entwicklung, wenn die Eltern kein Abitur und keinen Hochschulabschluss haben. Jeder Vater und jede Mutter sollte diese Möglichkeit nutzen, um das eigene Kind zu fördern.

Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wurde, werden häufiger als fröhlich und selbstbewusst beschrieben als Kinder, denen nur selten oder nie vorgelesen wurde (93 bzw. 75 Prozent vs. 59 bzw. 44 Prozent).

Vorlesen stärkt aber nicht nur die Kinder selbst, sondern auch die sozialen Beziehungen, in denen sie leben. Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wurde, sind häufiger darum bemüht, andere zu integrieren, als Kinder, denen nur selten oder nie vorgelesen wurde (40 vs. 17 Prozent).

85 Prozent der Kinder, denen täglich vorgelesen wurde, besitzen nach Aussage ihrer Mütter einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, im Unterschied zu 40 Prozent der übrigen Kinder.

Vorlesen - Investition in Mitgefühl und solidarisches Handeln

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Vorlesestudie 2014: Vorlesen macht Familien stark!

Die Vorlesestudie 2014 zeigt deutlich den stärkenden Charakter des Vorlesens in Familien. Vor dem Hintergrund sich ändernder Familienstrukturen hat das Vorlesen eine große Bedeutung für die familiäre Kommunikation: Zwei Drittel (67 Prozent) der befragten Eltern von Kindern zwischen zwei und acht Jahren gaben an, dass das Vorlesen über die Geschichten hinaus weitere Gespräche anstößt. Hauptsächlich handelt es sich dabei um Gespräche über alltägliche Themen, die das Kind beschäftigen (32 Prozent). Aber auch einschneidende Ereignisse werden mit Hilfe von Geschichten thematisiert, etwa Familienzuwachs, Umzug, Einschulung oder auch Trennung und Verlust.

Vorlesen macht Familien stark!

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Vorlesestudie 2013: Neuvermessung der Vorleselandschaft

Ein Drittel der Eltern liest zu wenig vor!

Das ist ein Ergebnis der repräsentativen Studie „Neuvermessung der Vorleselandschaft“ zum Vorleseverhalten in Deutschland. Die Vorlesestudie 2013 untersucht das familiäre Vorleseverhalten in Deutschland und vergleicht es mit den Ergebnissen der ersten Studie aus dem Jahr 2007.

Die Ergebnisse der Studie zeigen: Ja, der Bundesweite Vorlesetag und seine vielen besonderen Aktionen haben Einfluss auf das Vorleseverhalten in Deutschland, aber es bedarf weiterhin kontinuierlicher Beteiligung immer mehr Freiwilliger, die auch den übrigen 30% der Eltern verdeutlichen, wie wichtig Vorlesen ist.

Neuvermessung der Vorleselandschaft

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Vorlesestudie 2012: Digitale Angebote - neue Anreize für das Vorlesen?

Eltern differenzieren bewusst: Apps für unterwegs, Buch zum Kuscheln.

Die Vorlesestudie 2012 untersucht den Einfluss von Smartphones, Tablets und E-Reader auf die Vorlesesituation in Familien und untersucht die reale Situation der weit verbreiteten Vorstellung von technische Geräten als Bedrohung des Kulturguts Buch. Wie gehen Familien mit den so genannten "neuen Medien" um und werden diese als Bereicherung empfunden?

Digitale Angebote - neue Anreize für das Vorlesen?

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Vorlesestudie 2011: Die Bedeutung des Vorlesens für die Entwicklung von Kindern

Vorlesen ist kein "nice to have", sondern ein zentraler Impuls für Kompetenzentwicklung in ganz unterschiedlichen Bereichen.

In unserer Vorlesestudie 2011 kamen erstmals Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 19 Jahren zu Wort und berichteten rückblickend über die Vorlesesituation in ihrer Familie.
Zentrale Fragestellung: Welchen Einfluss nimmt das Vorlesen oder aber das Nicht-Vorlesen auf die Entwicklung von Kindern - im Speziellen auf 

  • das Leseverhalten
    die Mediennutzung
  • den Erfolg in der Schule
  • die Freizeitbeschäftigungen  

Die Bedeutung des Vorlesens für die Entwicklung von Kindern

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