Vorlesestudien

Jedes Jahr zum Bundesweiten Vorlesetag führt das Institut für Lese- und Medienforschung der Stiftung Lesen gemeinsam mit DIE ZEIT und Deutsche Bahn Stiftung eine Studie zu wechselnden Themen rund um das Vorlesen in Deutschland durch. 

Unsere Vorlesestudien zeigen: Vorlesen hat einen sehr positiven Einfluss auf die Entwicklung von Kindern!

Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wird, 

  • verfügen über einen deutlich größeren Wortschatz als Gleichaltrige ohne Vorleseerfahrung,
  • haben im Schnitt bessere Noten und
  • später mehr Spaß am Selbstlesen und im Umgang mit Texten.

In etwa jeder dritten Familie in Deutschland bekommen Kinder von ihren Eltern zu selten oder nie vorgelesen. 
Deswegen gibt es den Bundesweiten Vorlesetag, der mit Ihrer Hilfe auf die Bedeutung des Vorlesens aufmerksam machen möchte.   

Unsere Studien, die im folgenden zum Download für Sie bereitstehen, machen deutlich:

Sie leisten mit Ihrer Vorleseaktion einen wichtigen Beitrag für die Chancengleichheit und die Ausbildungsfähigkeit unserer Kinder.

Vorlesestudie 2021: Kitas als Schlüsselakteure in der Leseförderung

Jährlich untersucht die Vorlesestudie, wie es um das Vorlesen in Deutschland bestellt ist. Erstmalig geht die Studie nun der Frage nach, wie die Vorlesepraxis in den Kitas aussieht – neben dem Elternhaus das wichtigste Lernumfeld von Kindern bis 6 Jahren. Befragt wurden dazu 507 pädagogische Fachkräfte aus Einrichtungen, die repräsentativ für Kitas in Deutschland sind.

Die Vorlesestudie 2021, die heute in einer Online-Pressekonferenz vorgestellt wurde, ist wie der Bundesweite Vorlesetag am 19. November ein gemeinsames Projekt von Stiftung Lesen, DIE ZEIT und Deutsche Bahn Stiftung.

Vorlesen ist ein Grundbedürfnis von Kindern

In 91 Prozent der Kitas erhalten Kinder mindestens einmal am Tag Impulse durch Geschichten. Vorlesen wird außerdem vielfältig in den Tagesablauf integriert: als festes Ritual, zu regelmäßigen Zeiten, bei spontanen Gelegenheiten oder aus pädagogischen Gründen, etwa um Kinder zu beruhigen. Die Initiative zum Vorlesen geht in allen Kitas auch von den Kindern selbst aus. Als Grund nennen 99 Prozent der Kita-Fachkräfte den Spaß der Kinder am Vorlesen, gefolgt von Nähe und Wissbegierde. „Geschichten begeistern und schaffen ein echtes Miteinander. Der Zugang zur Welt der Phantasie durch Vorlesen ist ein wichtiger Grundstein für die weitere kindliche Entwicklung und die Ausbildung einer guten Lesekompetenz“, so Dr. Rainer Esser, Geschäftsführer der ZEIT Verlagsgruppe. „Kitas bei der flächendeckenden Ausstattung mit guten Geschichten zu unterstützen, ist uns ein echtes gesamtgesellschaftliches Anliegen“.

Elternarbeit essentiell wichtig

In 41 Prozent der Kitas nehmen Fachkräfte überdurchschnittlich viele Kinder wahr, denen Impulse durch Vorlesen zu Hause fehlen. Sie nennen vielfältige Gründe: Neben Nutzung anderer Medien, zu wenig Zeit und zu wenig Lust zum Vorlesen fehlt es beispielsweise in Familien mit nicht-deutscher Herkunftssprache an Lesematerial in der eigenen Sprache. Die Hälfte der befragten Fachkräfte gibt an, dass außerdem Unsicherheit und fehlende Erfahrung beim Vorlesen eine Rolle spielen, aber auch eine fehlende Lesekompetenz der Eltern.

Deshalb zielen Aktivitäten und Expertise der Fachkräfte auch darauf ab, Eltern das Vorlesen näher zu bringen. „Die Elternarbeit der Kita-Fachkräfte ist essentiell, um Vorlesen auch für leseferne Familien umsetzbar zu machen. Diese Arbeit müssen wir unterstützen“, fordert Jürgen Kornmann, Leiter Marketing & PR der Deutschen Bahn AG und Beauftragter Leseförderung der Deutsche Bahn Stiftung. Kita-Fachkräfte wünschen sich dazu neben Medien-Empfehlungen und Ausstattung mit Vorlesematerial auch konkrete Unterstützung für die Elternarbeit.

Vorlesen in allen Lebensbereichen der Kinder unterstützen

Kitas sind neben der Familie das wichtigste Lernumfeld für Kinder vor der Schulzeit. Dort ist Vorlesen organisch verankert. „Kitas sind vorbildliche Schlüsselakteure in der frühen Leseförderung – sie erreichen fast alle Kinder mit ihren Vorlese-Impulsen“, so Sabine Uehlein, Geschäftsführerin Programme der Stiftung Lesen. „Es ist vielfach belegt, dass diese Vorlese-Impulse Kindern helfen, ihr volles Potenzial zu entfalten. Deshalb sind Familie, Kita und auch alle Akteure in der Freizeit von Kindern dazu aufgefordert, Geschichten für sie erlebbar zu machen. Denn Vorlesen und Lesen muss fester Bestandteil aller Lebensbereiche von Kindern sein.“

Vorlesestudie 2021: Kitas als Schlüsselakteure in der Leseförderung

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Vorlesestudie 2020: „Wir würden ja, aber es passt nicht in unseren Alltag“ – warum Eltern wenig vorlesen

Rund 32 Prozent der Eltern in Deutschland lesen ihren Kindern selten oder nie vor – diese Zahl ist seit Jahren konstant. Erstmalig geht die Vorlesestudie 2020 der Frage nach, welche Gründe dahinterstecken. Dazu wurden bundesweit 528 Eltern befragt, die maximal einmal pro Woche vorlesen.

Die Vorlesestudie 2020, die heute in einer Online-Pressekonferenz vorgestellt wurde, ist wie der Bundesweite Vorlesetag am 20. November ein gemeinsames Projekt von Stiftung Lesen, DIE ZEIT und Deutsche Bahn Stiftung.

Wenig Zeit

Häufig fehlt es an Zeit und Bereitschaft zum Vorlesen. Die Hälfte der Eltern gibt an, dass es im Haushalt anderes zu tun gibt und sie zu erschöpft zum Vorlesen sind. Außerdem denken 48 Prozent der befragten Eltern, dass ihren Kindern woanders schon genug vorgelesen wird, vor allem in der Kita.

„Vorlesen ist für viele der Befragten eine zusätzliche Belastung in ihrem Alltag“, sagt Dr. Rainer Esser, Geschäftsführer der ZEIT Verlagsgruppe. „Dabei lässt es sich mit anderen Freizeitaktivitäten wie etwa Basteln gut verbinden, das wollen wir noch mehr zeigen. Schon fünf Minuten Vorlesen sind besser als nichts.“

Wenig Bücher

Auch mangelt es in vielen Haushalten an Vorlesestoff. 68 Prozent der befragten Haushalte geben an, dass ihre Kinder maximal zehn Bücher haben. Sie sehen diese Tatsache häufig nicht als Manko, allerdings fänden es 57 Prozent der befragten Eltern gut, wenn ihre Kinder regelmäßig Bücher geschenkt bekämen. Die Studie zeigt auf, dass Buchgeschenke die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass Eltern häufiger vorlesen.

„Geschichten müssen zu den Familien kommen, egal ob als Buch oder digital“, fordert Jürgen Kornmann, Leiter Marketing & PR der Deutschen Bahn AG und Beauftragter Leseförderung der Deutsche Bahn Stiftung. „Vorlesestoff sollte im Alltag überall verfügbar sein – attraktiv, unkompliziert, niedrigeschwellig und in möglichst vielen Sprachen. Das erhöht zudem die Wahrscheinlichkeit, dass die Eltern häufiger vorlesen.“

Wenig Spaß

49 Prozent der Eltern macht Vorlesen keinen Spaß. Damit gehen sehr kritische Vorstellungen vom Vorlesen einher: Die Eltern glauben, schauspielern und ihre Kinder zum geduldigen Zuhören zwingen zu müssen. 44 Prozent der befragten Eltern sagen, dass ihr Kind zu unruhig sei, 31 Prozent geben an, dass ihr Kind selbst gar nicht vorgelesen bekommen möchte. 

„Viele der befragten Eltern stehen dem Vorlesen kritisch gegenüber – es macht ihnen keinen Spaß, weil sie sich der Aufgabe nicht gewachsen fühlen“, sagt Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer Stiftung Lesen.  „Die Hälfte hat in ihrer eigenen Kindheit zu Hause keine Vorleseerfahrungen gemacht. Ihnen fehlt das Vertrauen, dass Vorlesen jederzeit und überall ohne Übung möglich ist. Das wollen, das müssen wir ändern, denn es geht darum, dass alle Kinder diesen wichtigen Impuls in ihr Leben mitnehmen können!“

Vorlesestudie 2020: „Wir würden ja, aber es passt nicht in unseren Alltag“ – warum Eltern wenig vorlesen

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Unsere Empfehlungen zur Vorlesestudie 2020

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Vorlesestudie 2019: Warum Vorlesen nicht nur mit Büchern funktioniert – und ein Drittel aller Eltern es dennoch zu selten macht

Viele Eltern fassen den Begriff des Vorlesens zu eng und denken, dass dazu immer ein gedrucktes Buch mit viel Text gehört. Schauen Eltern gemeinsam mit ihren Kindern Wimmelbücher an oder lesen Texte vom E-Reader vor, verstehen dies 23 Prozent nicht als Vorlesen. Mit Babys einfache Bilderbücher zu betrachten gehört für jeden fünften Befragten nicht dazu – obwohl gerade diese Impulse von Anfang an für die Entwicklung von Kindern wichtig sind.

Dies zeigt die Vorlesestudie 2019, die heute in Berlin vorgestellt wurde. Die Studie ist wie der Bundesweite Vorlesetag am 15. November ein gemeinsames Projekt von Stiftung Lesen, DIE ZEIT und Deutsche Bahn Stiftung.

„Viele Eltern verstehen den Begriff des Vorlesens zu eingeschränkt. Vor allem jene, die selten vorlesen, denken nur an das klassische Lesen von Buch mit Text. Auch Comics und Bilderbücher anschauen oder das Erzählen von Geschichten hilft den Kindern, Sprache zu entwickeln und lesen zu lernen“, erklärt Jürgen Kornmann, Leiter Marketing & PR der Deutschen Bahn und Beauftragter Leseförderung der Deutsche Bahn Stiftung.

Rund 32 Prozent aller Eltern in Deutschland lesen ihren Kindern im Vorlesealter von zwei bis acht Jahren zu selten oder nie vor. Dieser Wert hat sich seit 2013 nicht verändert. Vor allem Eltern mit formal niedriger Bildung lesen zu selten oder nie vor (51%) und haben darüber hinaus einen besonders konservativen Vorlesebegriff.

Die Studie hat zudem herausgefunden, dass berufstätige Mütter mehr vorlesen als nicht berufstätige. Im Vergleich lesen 27 Prozent berufstätiger Mütter zu selten vor, bei den nicht berufstätigen sind es 39 Prozent. Väter sind weiterhin Vorlesemuffel, 58 Prozent von ihnen lesen selten oder nie vor.

„Noch immer liest ein Drittel aller Eltern ihren Kindern zu selten vor, obwohl es Kinder auf vielfältige Weise fördert“, sagt Dr. Rainer Esser, Geschäftsführer der ZEIT Verlagsgruppe. „Wir raten daher allen Müttern und Vätern, jeden Tag 15 Minuten vorzulesen.“

„Unsere Aufgabe bleibt es weiterhin, Eltern zu motivieren und ihnen zu zeigen, dass Vorlesen wichtig für die Entwicklung von Kindern ist“, fasst Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, zusammen. „Sie können im Alltag auf vielfältige Weise sprachliche Anreize geben. Viele, gerade bildungsferne Eltern, tun dies bereits. Dann ist es vom Märchenerzählen über das gemeinsame Betrachten des Fotobuchs zum klassischen Vorlesen nicht weit. Darauf wollen wir nicht nur am Bundesweiten Vorlesetag am 15. November aufmerksam machen.“

Die Vorlesestudie wird seit 2007 jährlich durchgeführt. 2019 hat KMF Krämer Marktforschung GmbH im Juni und Juli 700 Eltern von Kindern im Alter von 2 – 8 Jahren (490 Mütter, 210 Väter) telefonisch befragt. Die Ergebnisse sind damit repräsentativ für diese Zielgruppen.

Warum Vorlesen nicht nur mit Büchern funktioniert – und ein Drittel aller Eltern es dennoch zu selten macht

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Unsere Empfehlungen zur Vorlesestudie 2019

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Vorlesestudie 2018: Regelmäßiges Vorlesen erleichtert Grundschülern das Lesenlernen

Rund 78 Prozent der Kinder, denen mehrmals in der Woche oder täglich vorgelesen wurde, fällt das Lesenlernen leicht. Bei den anderen ist das laut ihren Eltern deutlich seltener der Fall (50 Prozent). Fragt man die Kinder selbst, ist sogar mehr als die Hälfte der Grundschüler mit wenig Vorleseerfahrung frustriert, weil das Lesenlernen ihnen zu lange dauert (52 Prozent), gegenüber nur 28 Prozent derjenigen, denen regelmäßig vorgelesen wurde. Das sind die zentralen Ergebnisse der Vorlesestudie 2018, die heute in Berlin vorgestellt wird. Die Studie ist wie der Bundesweite Vorlesetag am 16. November ein gemeinsames Projekt von Stiftung Lesen, DIE ZEIT und Deutsche Bahn Stiftung.

„Lesenlernen ist kein Kinderspiel“, so Antje Neubauer, die das Fachkuratorium Bildung der Deutsche Bahn Stiftung leitet. „Vorlesen schafft die besten Voraussetzungen, damit Kinder dieser Aufgabe in der Grundschule gewachsen sind. Bereits 15 Minuten am Tag genügen. Dazu rufen wir alle Eltern auf.“


Gefragt wurden die Kinder auch, welche außerunterrichtlichen Angebote zur Leseförderung sie an ihren Schulen kennen. Bundesweit konnte fast jeder vierte Grundschüler (23 Prozent) kein entsprechendes Merk-mal nennen – also weder Büchereien oder Regale, wo man Bücher leihen kann, noch Leseecken oder Buch-AGs.


„Leser wird man durchs Lesen“, so der Geschäftsführer der ZEIT Verlagsgruppe Dr. Rainer Esser. „Jedes Kind muss an seiner Schule Angebote zum Lesen finden, auch außerhalb des Unterrichts. Denn neben der Lesekompetenz geht es um die Praxis, das Tun und die Freude daran.“


Auf die Frage, was ihnen in der Schule Spaß macht, nennen 57 Prozent der Kinder das Lesen. Noch öfter genannt werden praktische Inhalte wie Natur/Umwelt (77 Prozent) und Forschen/ Experimentieren (67 Prozent) oder Malen/Basteln und Sport/Bewegung (jeweils 61 Prozent).


„Kinder interessieren und begeistern sich für Themen und Inhalte. Deshalb hat der Bundesweite Vorlesetag ab jetzt ein Motto, dieses Jahr am 16. November ‚Natur und Umwelt‘. Wir freuen uns auf viele kreative Aktionen an Kitas und Schulen, in Familien und an öffentlichen Orten. Denn nur gemeinsam machen wir Deutschland zum Vorleseland“, so Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen. 

Regelmäßiges Vorlesen erleichtert Grundschülern das Lesenlernen

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Vorlesestudie 2017: Vorlesen - aber ab wann?

Die Studie zeigt: 55 Prozent aller Eltern lesen ihren Kindern in den ersten zwölf Monaten nicht regelmäßig vor. In 28 Prozent der Familien ist das sogar innerhalb der ersten drei Jahre nicht der Fall. Das sind die zentralen Ergebnisse der Vorlesestudie 2017 von Stiftung Lesen, DIE ZEIT und Deutsche Bahn Stiftung, die erstmals repräsentative Daten zum Vorlesen im Alter von drei Monaten bis drei Jahren erhoben hat.

Die Studie zeigt aber auch, dass den befragten Eltern eine gute, vielseitige Bildung ihrer Kinder besonders wichtig ist. Diese wird am häufigsten als Erziehungsziel genannt (86 Prozent), noch vor gutem Benehmen und Umgang mit Geld (83 und 79 Prozent). Gute Lesefähigkeiten sind 71 Prozent der Eltern besonders wichtig, fast ebenso vielen wie eine gesunde Lebensweise (72 Prozent). Und: 91 Prozent der befragten Eltern schreiben dem Vorlesen einen großen bzw. sehr großen Einfluss auf die Entwicklung der Kinder zu.

Ein gutes Drittel der Eltern weiß jedoch nicht genau, wann der richtige Zeitpunkt ist, um mit dem Vorlesen anzufangen. Fast ebenso viele sehen die ausreichende Konzentrationsfähigkeit ihres Kindes als entscheidende Voraussetzung dafür an. Einem Viertel der Eltern, die ihrem Kind bereits im ersten Lebensjahr vorlesen, fällt es schwer, die richtige Buchauswahl zu treffen.  

 

Vorlesen - aber ab wann?

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Vorlesestudie 2016: Was wünschen sich Kinder?

Die Studie zeigt: 9 von 10 Kindern lieben das Vorlesen / Besonders Kinder, denen wenig vorgelesen wird, wünschen es sich öfter / Ein Drittel der Eltern liest zu selten vor

Das Ergebnis ist eindeutig: 91 Prozent der Kinder in Deutschland gefällt es gut, wenn ihnen vorgelesen wird. Auch bei Kindern aus Haushalten mit mittlerer und niedriger Bildung liegt dieser Wert bei 90 bzw. 86 Prozent (hohe Bildung: 94 Prozent). Kaum eine Abweichung gibt es bei Kindern, in deren Haushalt eine andere Sprache als Deutsch gesprochen wird (92 Prozent).
Fast jedes dritte Kind, dem vorgelesen wird, wünscht sich, dass dies öfter geschieht (30 Prozent). Bei Kindern, denen selten oder nie vorgelesen wird, ist es jedes zweite (49 Prozent).

Darüber hinaus zeigt sich, dass Kinder ganz konkrete Vorstellungen haben, welche Geschichten ihnen besonders gut gefallen. So mögen vor allem jüngere Kinder lustige Geschichten. Für Ältere sind eine spannende Handlung und interessante Charaktere wichtige Kriterien.

Was wünschen sich Kinder?

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Vorlesestudie 2015: Vorlesen - Investition in Mitgefühl und solidarisches Handeln

Regelmäßiges Vorlesen unterstützt die individuelle Entwicklung von Kindern, von schulischen Leistungen bis hin zu familiären Bindungen. Die Vorlesestudie 2015 weist nun erstmals auch die längerfristige soziale Bedeutung des Vorlesens nach. Wurde Kindern regelmäßig vorgelesen, sind diese häufiger darum bemüht, andere in die Gemeinschaft zu integrieren. Auch ist der allgemeine Gerechtigkeitssinn dieser Kinder besonders ausgeprägt, selbst jenseits ihres unmittelbaren Umfelds.

Tägliches Vorlesen unterstützt Kinder auch dann in ihrer Entwicklung, wenn die Eltern kein Abitur und keinen Hochschulabschluss haben. Jeder Vater und jede Mutter sollte diese Möglichkeit nutzen, um das eigene Kind zu fördern.

Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wurde, werden häufiger als fröhlich und selbstbewusst beschrieben als Kinder, denen nur selten oder nie vorgelesen wurde (93 bzw. 75 Prozent vs. 59 bzw. 44 Prozent).

Vorlesen stärkt aber nicht nur die Kinder selbst, sondern auch die sozialen Beziehungen, in denen sie leben. Kinder, denen regelmäßig vorgelesen wurde, sind häufiger darum bemüht, andere zu integrieren, als Kinder, denen nur selten oder nie vorgelesen wurde (40 vs. 17 Prozent).

85 Prozent der Kinder, denen täglich vorgelesen wurde, besitzen nach Aussage ihrer Mütter einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, im Unterschied zu 40 Prozent der übrigen Kinder.

Vorlesen - Investition in Mitgefühl und solidarisches Handeln

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Vorlesestudie 2014: Vorlesen macht Familien stark!

Die Vorlesestudie 2014 zeigt deutlich den stärkenden Charakter des Vorlesens in Familien. Vor dem Hintergrund sich ändernder Familienstrukturen hat das Vorlesen eine große Bedeutung für die familiäre Kommunikation: Zwei Drittel (67 Prozent) der befragten Eltern von Kindern zwischen zwei und acht Jahren gaben an, dass das Vorlesen über die Geschichten hinaus weitere Gespräche anstößt. Hauptsächlich handelt es sich dabei um Gespräche über alltägliche Themen, die das Kind beschäftigen (32 Prozent). Aber auch einschneidende Ereignisse werden mit Hilfe von Geschichten thematisiert, etwa Familienzuwachs, Umzug, Einschulung oder auch Trennung und Verlust.

Vorlesen macht Familien stark!

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Vorlesestudie 2013: Neuvermessung der Vorleselandschaft

Ein Drittel der Eltern liest zu wenig vor!

Das ist ein Ergebnis der repräsentativen Studie „Neuvermessung der Vorleselandschaft“ zum Vorleseverhalten in Deutschland. Die Vorlesestudie 2013 untersucht das familiäre Vorleseverhalten in Deutschland und vergleicht es mit den Ergebnissen der ersten Studie aus dem Jahr 2007.

Die Ergebnisse der Studie zeigen: Ja, der Bundesweite Vorlesetag und seine vielen besonderen Aktionen haben Einfluss auf das Vorleseverhalten in Deutschland, aber es bedarf weiterhin kontinuierlicher Beteiligung immer mehr Freiwilliger, die auch den übrigen 30% der Eltern verdeutlichen, wie wichtig Vorlesen ist.

Neuvermessung der Vorleselandschaft

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Vorlesestudie 2012: Digitale Angebote - neue Anreize für das Vorlesen?

Eltern differenzieren bewusst: Apps für unterwegs, Buch zum Kuscheln.

Die Vorlesestudie 2012 untersucht den Einfluss von Smartphones, Tablets und E-Reader auf die Vorlesesituation in Familien und untersucht die reale Situation der weit verbreiteten Vorstellung von technische Geräten als Bedrohung des Kulturguts Buch. Wie gehen Familien mit den so genannten "neuen Medien" um und werden diese als Bereicherung empfunden?

Digitale Angebote - neue Anreize für das Vorlesen?

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Vorlesestudie 2011: Die Bedeutung des Vorlesens für die Entwicklung von Kindern

Vorlesen ist kein "nice to have", sondern ein zentraler Impuls für Kompetenzentwicklung in ganz unterschiedlichen Bereichen.

In unserer Vorlesestudie 2011 kamen erstmals Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 19 Jahren zu Wort und berichteten rückblickend über die Vorlesesituation in ihrer Familie.
Zentrale Fragestellung: Welchen Einfluss nimmt das Vorlesen oder aber das Nicht-Vorlesen auf die Entwicklung von Kindern - im Speziellen auf 

  • das Leseverhalten
    die Mediennutzung
  • den Erfolg in der Schule
  • die Freizeitbeschäftigungen  

Die Bedeutung des Vorlesens für die Entwicklung von Kindern

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