Vorlesestadt-Wettbewerb

2013 lobten die Initiatoren gemeinsam mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund erstmals den Vorlesestadt-Wettbewerb (ehemals Vorlesehauptstadt) aus, an welchem alle Städte und Gemeinden Deutschlands teilnehmen können.

Der Titel der Vorlesestadt wird in drei Kategorien vergeben:

  • Aktiv:
    Alle Vorleseaktionen, die bis zum Datum des Bundesweiten Vorlesetags regulär auf dieser Website angemeldet werden, werden automatisch für diese Kategorie ausgewertet. Die Stadt, in der die meisten Vorleser, gemessen an der statistisch über SENSUS gemeldeten Einwohnerzahl, am Bundesweiten Vorlesetag teilnehmen, wird der Sieger in dieser Kategorie. Hierfür ist keine gesonderte Bewerbung notwendig.
  • Nachhaltig:
    Für die vielen tausend ehrenamtlichen Vorleser*innnen bundesweit ist nahezu jeder Tag ein Vorlesetag. Auch viele Städte haben sich das ganzjährige Vorlesen auf die Fahne geschrieben. Der Bundesweite Vorlesetag ist für diese Vorlesebegeisterten lediglich ein Höhepunkt ihres Vorlesejahres. Wir möchten dieses nachhaltige Engagement honorieren und rufen Städte und Gemeinden dazu auf, sich als Vorlesestadt in dieser Kategorie zu bewerben.
  • Außergewöhnlich:
    Eine Stadt – ein Motto? In dieser Kategorie ist alles möglich: eine Hexenlesung auf dem Brocken, eine Unterwasserlesung, eine Lesung von Grimms Märchen auf der Märchenstraße von Hanau nach Kassel wandelnd… Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
       

Jede Gemeinde, Stadt und/oder Kommune kann sich unabhängig von der Einwohnerzahl und sonstigen regionalen Struktur bei uns bewerben. Bitte beachten Sie die Wettbewerbskriterien, die Sie im untenstehenden Link runterladen können.

Alle Bewerbungen, die bis zum Tag des Bundesweiten Vorlesetags bei uns eingehen, werden berücksichtigt und von einer Jury – bestehend aus Mitarbeitern der drei Initiatoren sowie des Deutschen Städte- und Gemeindebunds – gesichtet. Nachweise für die durchgeführten Aktionen am Termin des Bundesweiten Vorlesetags selbst, können nachgereicht werden. Die Gewinner werden nachfolgend festgelegt. Mitte Dezember werden die drei Vorlesestädte offiziell an dieser Stelle und per Pressemitteilung bekannt gegeben.

Die Titelvergabe inklusive Übergabe der Plakette folgt im Nachgang des jeweiligen Vorlesetags im ersten Quartal des darauffolgenden Jahres.

 

Hier noch einmal die Wettbewerbskriterien zum Download:

Bewerbung Vorlesestadt

Pflichtangaben sind mit * gekennzeichnet.

Beschreibung der Aktion / offizieller Bewerbungstext *


Anrede:

Vorlesestädte 2017

Nachhaltige Vorlesestadt 2017: Köln

Nachhaltige und kontinuierliche Leseförderung werden in Köln großgeschrieben. Die Stadtbibliothek Köln ist neben der Kölner Freiwilligenagentur, dem Jungen Literaturhaus Köln, der Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn, der KidCologne, den Lesementoren und dem Leselauf von Run & Ride for Reading e.V. Dreh- und Angelpunkt des Kölner Vorleseengagements. Am Bundesweiten Vorlesetag feierte die Einrichtung mit Schulklassen, Kindern, Eltern und Lehrern ein großes Lesefest. Dies war zugleich der Abschluss des Themenjahres zu Ehren Heinrich Bölls. Die dazu passende Kinderaktion "Junges Buch für die Stadt" war so erfolgreich, dass sie auch 2018 fortgeführt werden soll. Getragen werden all diese Aktionen von den Kölner Bürgerinnen und Bürgern, die sich mit großer Begeisterung und ehrenamtlichem Engagement für das Vorlesen einsetzen. Da Köln seit vielen Jahren für das Vorlesen wirbt und sich für die Bildung seiner Kinder stark macht, erklärt die Jury die Stadt Köln zur „Nachhaltigen Vorlesestadt 2017“.

Außergewöhnliche Vorlesestadt 2017: Gotha

Die Kinderwelt der Stadtbibliothek Gotha veranstaltete bereits zum vierten Mal die Reihe „Vorlesen an ungewöhnlichen Orten“. Gelesen wurde in einer Gefängniszelle, im Tierpark, im Sozialgericht, bei der Feuerwehr, im Kunstforum, in einer Brauerei, in einer Kirche, bei einem Bäcker, in einer Tanzschule und in einer Sauna. Die Geschichten wurden passend zu den Vorleseorten ausgewählt und ermöglichten es den Zuhörern, buchstäblich in die Abenteuer ihrer Kinderbuchhelden einzutauchen. An dem erfolgreichen Veranstaltungsformat beteiligte sich die gesamte Stadt mitsamt den ansässigen Institutionen und Unternehmen. Schon jetzt steht fest, dass die Reihe aufgrund der positiven Resonanz auch 2018 fortgesetzt wird. Für die Idee und Umsetzung von „Vorlesen an ungewöhnlichen Orten“ erhält die Stadt Gotha den Titel „Außergewöhnliche Vorlesestadt 2017“.

Aktive Vorlesestadt 2017: Marienthal

Die Bewohnerinnen und Bewohner von Marienthal (Westerwald) haben ihren Ort am Bundesweiten Vorlesetag in ein Vorlesedorf verwandelt und über 200 Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahren zu einem Vorlesemarathon eingeladen. An sechs Standorten wie dem Lesezelt, dem Klostergewölbe oder der Mariengrotte durften die Zuhörer Geschichten lauschen. In insgesamt 13 Einzelaktionen rund um das örtliche Kloster haben 65 Prozent der Einwohner von Marienthal den Bundesweiten Vorlesetag mitgestaltet und sich somit den Titel „Aktive Vorlesestadt 2017“ verdient.

Vorlesestädte 2016

Röhrmoos aktive Vorlesestadt 2016

 

Gestern wurde Röhrmoos feierlich als „Aktive Vorlesestadt“ 2016 ausgezeichnet. Wir gratulieren allen Vorleserinnen und Vorlesern!

 

Die bayerische Gemeinde Röhrmoos mit 6429 Einwohnern hat mit fulminanten 2248 aktiven Vorlesern zum Bundesweiten Vorlesetag ohne jeden Zweifel den Titel „Aktive Vorlesestadt 2016“ verdient. Organisiert wurde der Bundesweite Vorlesetag vom Kulturkreis Röhrmoos unter dem Motto „MENSCHEINANDER in der Gemeinde Röhrmoos“. Neben zahlreichen Lesungen in Schulen, Kindergärten und im Rathaus, wurden auch Lesungen mit Kindern ohne und mit Behinderung in einem Eselstall und Lesungen mit Migrantinnen und Migranten in unterschiedlichen Sprachen veranstaltet. Rund ein Drittel der Röhrmooser haben sich an dem Versuch, die aktivste Gemeinde zu werden, erfolgreich beteiligt. Es gab im Vorfeld zahlreiche Aufrufe in der lokalen Presse und Informationsveranstaltungen. So konnte nahezu die gesamte Gemeinde Röhrmoos zum Mitmachen aktiviert werden.

 

 

 

Bild: (c) Patrick Westermair - Gemeinde Röhrmoos

 

Röhrmoos aktive Vorlesestadt 2016

Heilbronn nachhaltige Vorlesestadt 2016

 

Heilbronn wurde offiziell als "nachhaltige Vorlesestadt 2016" ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch!

 

Der Titel „Vorlesestadt 2016 in der Kategorie nachhaltig“ wurde 2016 zum ersten Mal vergeben. Damit soll das beständige Engagement eines Vereins oder einer Initiative in der (Vor-)Leseförderung über den Bundesweiten Vorlesetag hinaus gewürdigt werden. Der Freundeskreis der Stadtbibliothek Heilbronn „Lesen – Hören – Wissen“ engagiert sich seit 2003 mit dem Projekt „Geschichten zu verschenken – Vorlesepaten für Kinder in Heilbronn“ für das Vorlesen. Bereits seit zehn Jahren findet am Bundesweiten Vorlesetag die Aktion „Mann liest vor!“ statt, an der 2016 über 160 Männer teilnahmen und ein Zeichen für alternative Vorlesevorbilder setzten. Aufgrund dieses kontinuierlichen Engagements erklärt die Jury die Stadt Heilbronn zum Sieger als Vorlesestadt 2016 in der Kategorie „nachhaltig“.

 

 

Bild: (c) Stadtbibliothek Heilbronn

Heilbronn nachhaltige Vorlesestadt 2016

Schwerte als außergewöhnlichste Vorlesestadt 2016 ausgezeichnet

Heute wurde Schwerte offiziell zur Vorlesestadt 2016 in der Kategorie "außergewöhnlich" ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch!

Zur Preisverleihung kamen VertreterInnen der Initiatoren des Bundesweiten Vorlesetags sowie Gäste aus Politik und Verwaltung.

Die zahlreichen Aktionen in Schwerte waren vor allem aus zwei Gründen außergewöhnlich: Zum einen fanden die Lesungen in der Öffentlichkeit statt, mitten in der Fußgängerzone. Und zum anderen waren auch die Vorleserinnen und Vorleser besonders - und zwar besonders jung. Es handelte sich um Schülerinnen und Schüler, die mit viel Engagement und einer großen Portion Unerschrockenheit in aller Öffentlichkeit Passanten vorgelesen haben.

Die Stadt Schwerte, insbesondere die Initiatorin Judith Bäcker aus dem Bereich Jugend und Familie, traf mit dieser Idee mitten ins Schwarze. Die Fußgängerzone wurde am Vorlesetag in eine Vorleselandschaft verwandelt, die für alle zugänglich war. Damit wurde die Bedeutung des Vorlesen und die Freude am Lesen in ganz Schwerte öffentlich erlebbar. "Wir sind schon richtig stolz", sagte Bürgermeister Heinrich Böckelühr. "Mein besonderer Dank geht an die vielen beteiligten Schülerinnen und Schüler sowie Judith Bäcker vom Jugendamt unserer Stadt, die diese Aktion mit ihrem Engagement erst ermöglicht hat. Es ist euer Preis."

Auch wir von der Stiftung Lesen möchten uns für das außergewöhnliche Engagement der Stadt Schwerte bedanken und freuen uns bereits auf die Aktionen der Ruhrstadt beim Bundesweiten Vorlesetag 2017.

Bild: (c) Blickpunkt Schwerte - Nadine Przystow

Schwerte als außergewöhnlichste Vorlesestadt 2016 ausgezeichnet

Vorlesestädte 2015

Selm - Aktivste Vorlesehauptstadt

Die nordrhein-westfälische Gemeinde Selm hat eine außerordentliche Beteiligung geschafft: Von 27.054 Einwohner haben insgesamt 2.681 vorgelesen – was Selm den Titel „Aktivste Vorlesehauptstadt 2015“ bescherte. Das entspricht einer Quote von nahezu 10 Prozent. Jeder 10. Selmer hat sich beteiligt – und damit so viele Bürger einer Stadt wie nie zuvor. Vorgelesen wurde in fast allen Selmer Schulen und Kitas, im Computerkurs und der Kunst-AG, beim Zirkus-Projekt – kurzum: Selm hat den Bundesweiten Vorlesetag überall im Stadtgebiet erlebbar gemacht.

Selm - Aktivste Vorlesehauptstadt

Bremen - öffentlichkeitswirksamste Vorlesehauptstadt 2015

Den Titel „Öffentlichkeitswirksamste Vorlesehauptstadt 2015“ vergab die Jury in diesem Jahr an Bremen. Die Stadt hat ihre Bremer Stadtmusikanten, das Märchen, welches wie kein zweites für Toleranz wirbt, ins Zentrum der Vorleseaktionen gerückt. Unter der Schirmherrschaft des Ersten Bürgermeisters und federführend vom Verein Bremer LeseLust e.V. und der Stadtbibliothek initiiert wurde insbesondere in Flüchtlingsunterkünften sowie an vielen öffentlichen Orten quer durch die Stadt vorgelesen. Das Märchen wurde in Kooperation mit den Bremer Verlagen Edition Temmen und Schünemann sowie dank vieler Spender in verschiedene Sprachen übersetzt, als Sonderauflage gedruckt und den Menschen, die neu in Bremen sind, als Willkommensgeschenk überreicht.

Dresden - außergewöhnlichste Vorlesehauptstadt 2015

Die Aktionsgemeinschaft für Kinder- und Frauenrechte e.V. hat unter dem Motto „Vorlesen für Weltoffenheit und Toleranz“ Dresdner Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen ein Zeichen für Demokratie und Frieden zu setzen. Vorgelesen wurden Bücher, die die Angst vor Fremden nehmen sollen. An dieser Stelle zitieren wir einen Satz aus der Dresdner Bewerbung: „Insgesamt werden 2000 Kinder mit Büchern und dem Thema Toleranz und Weltoffenheit auf vielfältige Weise konfrontiert. Dies wird langfristig (…) ein friedvolles Zeichen für eine aktive Zivilgesellschaft setzen - vor allem wird es aber unsere Kinder bilden.“ Dem stimmt die Jury voll und ganz zu und vergibt den Titel „Außergewöhnlichste Vorlesehauptstadt 2015“ an die sächsische Landeshauptstadt Dresden.