Vorlesehauptstädte 2015

Selm - Aktivste Vorlesehauptstadt

Die nordrhein-westfälische Gemeinde Selm hat eine außerordentliche Beteiligung geschafft: Von 27.054 Einwohner haben insgesamt 2.681 vorgelesen – was Selm den Titel „Aktivste Vorlesehauptstadt 2015“ bescherte. Das entspricht einer Quote von nahezu 10 Prozent. Jeder 10. Selmer hat sich beteiligt – und damit so viele Bürger einer Stadt wie nie zuvor. Vorgelesen wurde in fast allen Selmer Schulen und Kitas, im Computerkurs und der Kunst-AG, beim Zirkus-Projekt – kurzum: Selm hat den Bundesweiten Vorlesetag überall im Stadtgebiet erlebbar gemacht.

Selm - Aktivste Vorlesehauptstadt

Bremen - öffentlichkeitswirksamste Vorlesehauptstadt 2015

Den Titel „Öffentlichkeitswirksamste Vorlesehauptstadt 2015“ vergab die Jury in diesem Jahr an Bremen. Die Stadt hat ihre Bremer Stadtmusikanten, das Märchen, welches wie kein zweites für Toleranz wirbt, ins Zentrum der Vorleseaktionen gerückt. Unter der Schirmherrschaft des Ersten Bürgermeisters und federführend vom Verein Bremer LeseLust e.V. und der Stadtbibliothek initiiert wurde insbesondere in Flüchtlingsunterkünften sowie an vielen öffentlichen Orten quer durch die Stadt vorgelesen. Das Märchen wurde in Kooperation mit den Bremer Verlagen Edition Temmen und Schünemann sowie dank vieler Spender in verschiedene Sprachen übersetzt, als Sonderauflage gedruckt und den Menschen, die neu in Bremen sind, als Willkommensgeschenk überreicht.

Dresden - außergewöhnlichste Vorlesehauptstadt 2015

Die Aktionsgemeinschaft für Kinder- und Frauenrechte e.V. hat unter dem Motto „Vorlesen für Weltoffenheit und Toleranz“ Dresdner Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen ein Zeichen für Demokratie und Frieden zu setzen. Vorgelesen wurden Bücher, die die Angst vor Fremden nehmen sollen. An dieser Stelle zitieren wir einen Satz aus der Dresdner Bewerbung: „Insgesamt werden 2000 Kinder mit Büchern und dem Thema Toleranz und Weltoffenheit auf vielfältige Weise konfrontiert. Dies wird langfristig (…) ein friedvolles Zeichen für eine aktive Zivilgesellschaft setzen - vor allem wird es aber unsere Kinder bilden.“ Dem stimmt die Jury voll und ganz zu und vergibt den Titel „Außergewöhnlichste Vorlesehauptstadt 2015“ an die sächsische Landeshauptstadt Dresden.

2013 lobten die Initiatoren gemeinsam mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund erstmals den Vorlesehauptstadt-Wettbewerb aus, an welchem alle Städte und Gemeinden Deutschlands teilnehmen können.

Die Titel werden in folgenden Kategorien vergeben:

  • Aktivste Vorlesehauptstadt:
    Alle Vorleseaktionen, die bis zum Datum des Bundesweiten Vorlesetags regulär auf dieser Website angemeldet werden, werden automatisch für diese Kategorie ausgewertet. Die Stadt, in der die meisten Vorleser, gemessen an der statistisch über SENSUS gemeldeten Einwohnerzahl, am Bundesweiten Vorlesetag teilnehmen, wird aktivste Vorlesehauptstadt. Für diese Kategorie ist keine gesonderte Bewerbung möglich.
  • Öffentlichkeitswirksamste Vorlesehauptstadt:
    Welche Stadt schafft es alle Medien- und Verlagshäuser auf ihre Vorleseaktionen aufmerksam zu machen und Berichterstattung zu generieren? Wer trommelt am meisten für seine Aktion, denkt sich besondere Vorleseinhalte aus, gründet eigene Initiativen und sorgt für ordentlich viel öffentliche Wahrnehmung?
  • Außergewöhnlichste Vorlesehauptstadt:
    Eine Stadt – ein Motto? In dieser Kategorie ist alles möglich: eine Hexenlesung auf dem Brocken, eine Unterwasserlesung, eine Lesung von Grimmschen Märchen auf der Märchenstraße von Hanau nach Kassel wandelnd… Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
       

Jede Gemeinde, Stadt und/oder Kommune kann sich unabhängig von der Einwohnerzahl und sonstigen regionalen Strukturen bei uns bewerben.

Alle Bewerbungen, die bis zum Tag des Bundesweiten Vorlesetags bei uns eingehen, werden berücksichtigt und in der Woche nach dem Bundesweiten Vorlesetag von einer Jury – bestehend aus Mitarbeitern der drei Initiatoren sowie des Deutschen Städte- und Gemeindebunds – gesichtet sowie die Gewinner festgelegt. Traditionell Ende November werden die drei Vorlesehauptstädte offiziell an dieser Stelle und per Presseinformation bekannt.

Die Titelvergabe inklusive Übergabe der Plakette zur Anbringung an einem frei wählbaren Platz folgt im Nachgang des jeweiligen Vorlesetags im ersten Quartal des darauffolgenden Jahres.

Bewerbung Vorlesehauptstadt

Pflichtangaben sind mit * gekennzeichnet.

Beschreibung der Aktion / offizieller Bewerbungstext *


Anrede:

Vorlesehauptstädte 2014

Mainz - Öffentlichkeitswirksamste Vorlesehauptstadt 2014

Den Titel „Öffentlichkeitswirksamste Vorlesehauptstadt“ vergab die Jury in diesem Jahr an Mainz. Die Stadt, in der Johannes Gutenberg den Buchdruck erfand, organisierte unter dem Motto „KULTurGUT Buch“ mehr als 130 zum Teil ausgefallene Vorlese-Aktionen und stellte sie in einer eigens für den Bundesweiten Vorlesetag gedruckten 40-seitigen Broschüre vor. Mainz schaffte es darüber hinaus, das Vorlesen weit in die Stadt und die Öffentlichkeit zu tragen, zum Beispiel durch einen Vorlese-Flashmob in der Innenstadt oder öffentliche Lesungen im Kino und im Theater. Auch über die geschickte Einbindung der Lokalmedien sowie zahlreicher prominenter Persönlichkeiten sendete die Stadt ein starkes öffentliches Signal für das Vorlesen.

Mainz - Öffentlichkeitswirksamste Vorlesehauptstadt 2014

Rain - Aktivste Vorlesehauptstadt 2014

Die bayerische Gemeinde Rain war – gemessen an der Einwohnerzahl – die „Aktivste Vorlesehauptstadt“: Von den 8.488 Einwohnern beteiligten sich 216 Vorleser mit einer Vorleseaktion am 11. Bundesweiten Vorlesetag, das entspricht einer Teilnehmerquote von 2,54 Prozent. Die rund 40 Kilometer nördlich von Augsburg gelegene Stadt schaffte es, quer durch die Bevölkerung zum Vorlesen zu mobilisieren: der Pfarrer war genauso als Vorleser aktiv wie Lesepaten sowie Schülerinnen und Schüler der örtlichen Realschule.
Die meisten Vorleser machten 2014 übrigens in Berlin mit: 2.492 Teilnehmer bedeuten gemessen an der Einwohnerzahl jedoch lediglich eine Quote von 0,07 Prozent.

Rain - Aktivste Vorlesehauptstadt 2014

Wiesbaden - außergewöhnlichste Vorlesehauptstadt 2014

Motiviert von den Aktivitäten des linksrheinischen Nachbarn nahm Wiesbaden den freundschaftlichen Wettstreit der beiden Landeshauptstädte an und konnte die Zahl der Vorlese-Aktionen im Vergleich zum Vorjahr von 26 auf 141 mehr als verfünffachen. Wiesbaden schaffte es, das Vorlesen für viele Alters- und Bevölkerungsgruppen auf neue Art erlebbar zu machen: Viele der Veranstaltungen fanden an ungewöhnlichen Lese-Orten statt, zum Beispiel im Bestattungsinstitut, im Ringer-Club, im russischen Lebensmittelladen, im Rettungswagen oder mit einem blinden Vorleser in einem stockdunklen Kellerraum. Damit überzeugte die hessische Landeshauptstadt die Jury in der Kategorie „Außergewöhnlichste Vorlesehauptstadt“.

Wiesbaden - außergewöhnlichste Vorlesehauptstadt 2014

Vorlesehauptstädte 2013

Buxtehude - aktivste Vorlesehauptstadt 2013

In der Kategorie "Aktivste Vorlesestadt" wurde Buxtehude ausgezeichnet. Gemessen an der Einwohnerzahl hat Buxtehude mit 734 Vorlese-Aktionen und großem ehrenamtlichen Engagement die ganze Stadt zum Vorlesen mobilisiert.
Die feierliche Übergabe der Preistafel fand im März 2014 in der Stadtbibliothek Buxtehude statt, deren Mitarbeiter die meisten freiwilligen Vorleserinnen und Vorleser in einer Initiative bündelte und zur Teilnahme am Bundesweiten Vorlesetag aufrief.

Buxtehude - aktivste Vorlesehauptstadt 2013

Mönchengladbach - öffentlichkeitswirksamste Vorlesehauptstadt 2013

Das fünftägige Lesefestival "MG liest - Bücher haben Gewicht" unter der Schirmherrschaft von Günter Netzer hat überzeugt. Mehr als 220 Vorlese-Veranstaltungen haben die Initiatoren ehrenamtlich realisiert: Die Kombination aus außergewöhnlichen Vorlese-Orten und lokalen sowie überregional bekannten Vorlesern erzielte eine starke (Medien-)Wahrnehmung.
Die Vielfalt der Vorlese-Aktionen für junge und ältere Zuhörer reichte von einer Kissenschlacht, einem Poetry Slam, einem Harry-Potter-Programm bis hin zu Lesungen im Dunkeln, in der Kirche, an einer Curry-Wurst-Bude, im Radiostudio, im Kino, auf dem Flughafen, im Tiergarten, im Wasserwerk, auf dem Bauernhof und in einer Arztpraxis ...

Mönchengladbach - öffentlichkeitswirksamste Vorlesehauptstadt 2013

Glücksburg - äußergewöhnlichste Vorlesehauptstadt 2013

Glücksburg überzeugte in der Kategorie "Außergewöhnlichste Vorlesehauptstadt": Die Stadt an der Ostsee verband seine deutsch-dänische Kultur mit der Liebe zur schwedischen Schriftstellerin Astrid Lindgren: in deutscher und dänischer Sprache sowie auf Plattdeutsch wurden Lindgren-Texte in Kitas, Schulen, im Glücksburger Schloss, im Reitstall, im Segelclub, in Senioren-Heimen und der Stadtbücherei vorgelesen.
Die Initiatoren der Glücksburger Vorlese-Aktionen rund um die Bürgervorsteherin Dagmar Jonas freuen sich sehr über den verliehenen Preis und haben bereits angekündigt für 2014 die Titelverteidigung anzustreben.

Glücksburg - äußergewöhnlichste Vorlesehauptstadt 2013